Die letzten Tage arbeitete ich mehr “stationär”, was bedeutet: in meiner Praxis. Das heißt, ich habe im Moment keine Tourgeschichten anzubieten, was aber wiederum NICHT heißt, dass ich nichts zu sagen hätte!
In der Mai-Ausgabe des Magazins “Gesundheit” wurde als Cover Story “Liebe als Rezept” gewählt.
Wer sich geliebt fühlt und vor allem sich selbst liebevoll akzeptiert, lebt länger, glücklicher und natürlich gesünder. Und Liebe in jeder Form (die mütterliche, freundschaftliche, mitfühlende und begehrliche) gehört ausgedrückt, nicht nur in Worten, sondern auch – und vor allem! - in Berührungen.
Ich bin zwar zugegebenermaßen sehr froh, wenn die Anzahl derer, die mich im Tagesverlauf abbusseln überschaubar bleibt, doch schon kleine Berührungen können einen großen Unterschied machen:
Bei Untersuchungen auf Intensivstationen wurde festgestellt, dass es zu einer starken Reduzierung des unregelmäßigen Herzschlags kam, wenn eine Krankenschwester den Patienten berührte, um den Puls zu messen.
Dies zeigt ganz deutlich, auf welch komplett falschem Weg wir uns somit mit unserer “modernen Medizin” befinden, welche zwischen Arzt und Patient möglichst viele technische Gerätschaften stellt.
Bei meiner Arbeit als Omnipathin steht bekanntermaßen die Berührung im Vordergrund – und zwar die wertschätzende, mitfühlende Berührung. Denn sowohl das tierische, als auch das menschliche Gewebe spürt meine Einstellung als Behandelnde und blockiert, sobald es Lieblosigkeit wahrnimmt.
Natürlich kann das manchmal eine große Herausforderung sein, doch es geht hier primär nicht um das liebevolle Gefühl für ein bestimmtes Individuum, sondern um den Respekt und die Bewunderung der uns aller innewohnenden Energien (u.a. die Selbstheilungskräfte).
Das mag für einige vielleicht etwas “esoterisch” oder abgehoben klingen, aber ich behaupte, jeder hat schon einmal den Unterschied in der Magengrube gespürt, wenn ein besonders sympathischer oder eben unsympathischer Mensch den Raum betritt.
Im oben angesprochenen Artikel wird auch Erich Fromm, Psychoanalytiker, Philosoph und Sozialpsychologe zitiert:
“Die Liebe ist die wichtigste Fähigkeit, die gegen eine kranke Gesellschaft gelernt werden muss, wenn das Experiment Homo sapiens nicht scheitern soll.”

