Artikel getaggt mit ‘Omnipathie’

17/05/2010

Berührungen

Die letzten Tage arbeitete ich mehr “stationär”, was bedeutet: in meiner Praxis. Das heißt, ich habe im Moment keine Tourgeschichten anzubieten, was aber wiederum NICHT heißt, dass ich nichts zu sagen hätte!

In der Mai-Ausgabe des Magazins “Gesundheit” wurde als Cover Story “Liebe als Rezept” gewählt.
Wer sich geliebt fühlt und vor allem sich selbst liebevoll akzeptiert, lebt länger, glücklicher und natürlich gesünder. Und Liebe in jeder Form (die mütterliche, freundschaftliche, mitfühlende und begehrliche) gehört ausgedrückt, nicht nur in Worten, sondern auch – und vor allem! - in Berührungen.
Ich bin zwar zugegebenermaßen sehr froh, wenn die Anzahl derer, die mich im Tagesverlauf abbusseln überschaubar bleibt, doch schon kleine Berührungen können einen großen Unterschied machen:
Bei Untersuchungen auf Intensivstationen wurde festgestellt, dass es zu einer starken Reduzierung des unregelmäßigen Herzschlags kam, wenn eine Krankenschwester den Patienten berührte, um den Puls zu messen.
Dies zeigt ganz deutlich, auf welch komplett falschem Weg wir uns somit mit unserer “modernen Medizin” befinden, welche zwischen Arzt und Patient möglichst viele technische Gerätschaften stellt.

Bei meiner Arbeit als Omnipathin steht bekanntermaßen die Berührung im Vordergrund – und zwar die wertschätzende, mitfühlende Berührung. Denn sowohl das tierische, als auch das menschliche Gewebe spürt meine Einstellung als Behandelnde und blockiert, sobald es Lieblosigkeit wahrnimmt.
Natürlich kann das manchmal eine große Herausforderung sein, doch es geht hier primär nicht um das liebevolle Gefühl für ein bestimmtes Individuum, sondern um den Respekt und die Bewunderung der uns aller innewohnenden Energien (u.a. die Selbstheilungskräfte).

Das mag  für einige vielleicht etwas “esoterisch” oder abgehoben klingen, aber ich behaupte, jeder hat schon einmal den Unterschied in der Magengrube gespürt, wenn ein besonders sympathischer oder eben unsympathischer Mensch den Raum betritt.

Im oben angesprochenen Artikel wird auch Erich Fromm, Psychoanalytiker, Philosoph und Sozialpsychologe zitiert:
“Die Liebe ist die wichtigste Fähigkeit, die gegen eine kranke Gesellschaft gelernt werden muss, wenn das Experiment Homo sapiens nicht scheitern soll.”

13/05/2010

Gracia

Eines gleich mal vorweg: ab heute werd ich jedesmal, bevor ich in einen mir noch nicht bekannten Stall fahre, einen Blick in die gute alte Landkarte werfen, um mich nicht völlig von meinem TomTom abhängig zu machen.
Denn: ich wollte eigentlich zum Gestüt Kettlasbrunn – in Paasdorf wurde mir mitgeteilt “Sie haben ihr Ziel erreicht!”.
Für alle Nicht-Weinviertler: Zwischen Paasdorf und Kettlasbrunn liegen etwa 12 km. (Dass weiß ich allerdings auch erst, seitdem ich naviverfluchend genau diese Strecke zurückgelegt hab!)

Offensichtlich hab ich mein Ziel und den Grund meiner fast abenteuerlichen Reise schließlich doch noch erreicht:
Gracia, eine 3-jährige Lipizzaner-Stute tritt mit der rechten Hinterhand etwas weniger schwungvoll und scheint in der Bewegung des Knies hin und wieder nicht ganz so flüssig. Das rechte Darmbein schwingt in der Bewegung deutlich höher und beim kurzen Laufenlassen zwecks Ganganalyse zeigte sie eine Tendenz zum Kreuzgalopp auf der rechten Hand (dem möchte ich aber wg. dem kurzen Beobachtungszeitraum nicht allzuviel Bedeutung geben).
Gracia wurde seit dem Herbst des letzten Jahres bereits osteopathisch und chiropraktisch behandelt.
Ihr Allgemeinzustand ist sehr gut und die Besitzerin verfolgt ein angepasstes Trainings- und Erziehungsprogramm.

Die Schädelbasis zeigte sowohl eine Linkstorsion, als auch eine (etwas leichter ausgeprägte) Linksrotation. Der Beckengürtel war nach links gedreht, sodass das linke Hinterbein verstärkt nach innen tritt. Die linke Schulter war an den Muskelansätzen etwas verfestigt und die Halswirbel 5 bis 7 reagierten gut auf Lockerungs- und Entspannungstechniken.
In den nächsten Monaten werden einige Nachbehandlungen erfolgen, über die natürlich hier nachzulesen sein wird.

11/05/2010

Siegfried

Ja, tatsächlich: In meinem Blog verfolge ich die Marketingstrategie “Kinder & Tiere” ;-)

Siegfried, 7 Jahre alt, ist beim Spielen mit einer Boxerhündin “unter die Pfoten gekommen”, genauer gesagt: die Hündin ist ihm aus Versehen ins Genick gestiegen. Abends erzählte Siegfried seiner Mutter von dem Vorfall und sagte “Du musst mit mir wieder zur Anissa gehen, weil da hat sich was verschoben.”
Abgesehen davon, dass dieser Satz für mich sehr schmeichelhaft ist, so zeigt er auch, über welches ausgeprägte Körpergefühl der junge Mann verfügt.

Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass ALLE Kinder über so eine gut funktioniere Eigenwahrnehmung verfügen, diese jedoch abtrainiert bekommen:
“Stell dich nicht so an!”
“Geh bitte, das ist nichts!”
“Das bildest du dir ein!” undsoweiterundsofort….

Man muss ja nicht wegen jedem Gelsenstich sofort in die Notaufnahme rasen, aber wenn ein Kind sagt, dass es sich unwohl fühlt oder etwas mit ihm nicht in Ordnung ist, dann hat das schon seine Berechtigung.
Und wenn man seinem Kind beibringt, auf Körpersignale zu achten, dann erzieht man sicher kein lebensunfähiges Weichei, sondern ein Individuum, welches in Zeiten von Burn Out und stressbedingten Herz-Kreislauf-Krankheiten weiß, wann es an seine Grenzen stößt und wie es seine Leistungsfähigkeit erhalten kann.

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